Fräulein Julie
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Eine Studie von A.Strindberg
Anpassung und Regie Giuseppe Amato
mit Monica Garavello, Christian Renzicchi, Federica Sgoifo
szenische Elemente und Beratung Nathalie Quadrio
Eine Sommernacht, ein paar Stunden Schlaf, ein paar Blicke zwischen einem Diener und seiner Dame, ein langer und verheerender Kampf, um sich selbst zu überleben, und dann der Wunsch.
Natürlich, der Wunsch.
Von den reinsten, die umweltschädlichsten, die seltensten, die gruseligsten.
All dies ist 'Fraeulein Julie', und all dies kann nicht nur sie sein, denn unter den Handlungssträngen, die jeden umgeben, der mit diesem Text hadert - sei es zu lesen, ihn zu interpretieren, zu sehen, es zu lenken - nimmt dieser schwedische Autor dieses sehr fernen Jahrhunderts in dieser Sommernacht nur den Anschein eines wunderbaren Geheimnisses an, dem man sich erliegen kann.
Anmerkungen des Regisseurs:
In diesem Text von 1880 dreht sich alles um die Wahrheiten, die von den Protagonisten verborgen sind: Julie, Jean und die Dienerin Krisitne. Es beginnt mit einer angeblichen Tress zwischen dem Diener und der Koechin auf einem skandinavischen Anwesen des späten neunzehnten Jahrhunderts, wo die junge und schöne Gastgeberin ihren gruseligen Auftritt macht. Charismatisch, empfindlich gegenüber Qualen, ist Julie eine junge Frau, eingesperrt in den goldenen Wänden ihres Palastes, wie eine traurige Prinzessin, die sich des wahren Aussehens des Lebens nicht bewusst ist.
Hier wird sie den Umrissen der Liebe und damit allen Schmerzen dieses Gefühls begegnen, aber auch dem Wissen des Menschen und dem menschlichen Arbeitszustand in all seinem rohen Klassenunterschied. Eine grausame Einweihung indas Leben und seine unendlichen Masken.