Männer aus Stein: die Steinstatuen im MAG

In Erwartung auf die Wiedereröffnung des Museums Alto Garda (am 14. März), entdecken wir die archäologische Abteilung.

In Erwartung auf die Wiedereröffnung  des Museums  Alto Garda von Riva del Garda, voraussichtlich am 14. März, die Einweihung zweier Ausstellungen: Die Zeit und der Augenblick. Fotografische Landschaften des Gardas 1870-2000, geleitet von Layla Betti, Claudia Gelmi, Sara Vicenzi sowie Jenseits der Natur. Landschaftsvisionen des oberen Gardas von Mario Raciti, geleitet von Claudio Cerritelli. Wir treten in die mittelalterliche Burg mit Blick auf den Gardasee, wo das Museum MAG mit seinen drei Dauerausstellungen - Pinakothek, Archäologie  und Geschichte - außer den vorgesehenen Räumen für Wechselausstellungen, seinen Sitz hat.

Die Abteilung der Archäologie befindet sich im zweiten Stock und hat sich vorgenommen für Alto Garda eine Sammelstelle einzurichten um die Werte der Ausgrabungen während des zwanzigsten Jahrhunderts zu erhalten und den Besuchern frühgeschichtliche Zeugnisse der Region bis zum Mittelalter darzustellen.

Es befinden sich dort zahlreiche  Gebietsausgrabungen in einem chronologischen Rahmen   der mittleren Altsteinzeit (120.000 bis 33.000 vor Christus) bis in das späte antike Mittelalter (VII-VIII Jahrhundert).

Der erste Raum ist den ältesten Spuren der menschlicher Anwesenheit gewidmet und dokumentiert die Steinaltzeit, die lange Jagdzeit bis zur Jungsteinzeit, wo sich die Wirtschaft nach und nach auch auf Landwirtschaft und Viehzucht verlegte.

Ein weiträumiger Platz ist auch den imposanten Steinstatuen von Arco gewidmet, welche aus der Kupferzeit (Ende des IV-III Jahrtausend vor Christus) stammen und  menschliche Figuren, Waffen, Zierelemente und ihre Kleidung aus jener historischen Periode darstellen.

Männer aus Stein: die Steinstatuen

Mitte des fünften Jahrtausends vor Ch. erschienen in den meisten Ländern Europas die Steinstatuen, Steinskulpturen welche menschliche Figuren darstellen. Ihre Verbreitung im Alpenraum beginnt im letzten Jahrhundert des vierten Jahrtausends vor Christus statt, zeitgleich mit der Entwicklung der Metallurgie und dauerte bis in das dritte Jahrtausend vor Christus.

Auf den Steinstatuen wurden meistens einige charakteristische Merkmale der ersten Metallzeit dargestellt, wie flache Äxte, dreieckige  Dolche, Hellebarden und Ornamente. Objekte  welche große  symbolische Bedeutung  haben und uns besondere Hinweise über die dargestellten Figuren  hinterlassen.

Es ist schwierig,  Bedeutungen und Funktionen der Steinstatuen zu definieren. Es handelt sich wahrscheinlich um Formen ideologischen Darstellungen, aber es könnte sich tatsächlich um Figuren von existierten, illustren Vorfahren handeln, oder auch  Gedenk- oder Götterfiguren. Im Gegensatz zu den Steinstatuen von Arco, handelt es sich in vielen Fällen um  isolierte Funde, und somit in keinem archäologischen Zusammenhang, welche Informationen über ihre Bedeutung bieten könnte.

Claudia Gelmi - Kommunikationmanagerin des Museums Alto Garda

23.02.2015